Regen, sich fügend
Auf Zeit hatte ich gespielt, nicht auf Verzögerung. Ich hatte auf Osten gesetzt: Auf langen Zugfahrten durch Steppen und Flusslandschaften entlang der Wolga, mit Feldern dahinter so groß wie ein Land, hatte ich schon die Passagiere flüstern hören von der Anmut der Distanz und dem Vorzug der Papiere.
Endlich aber schlug das Wetter um und ließ die Fronten wechseln, an einem von vielen Nachmittagen am Rande der Stadt. Längst war die Luft klebrig vom Dunst der sich verdichtenden Wolken, doch unternahmen wir nichts, um dem nahenden Gewitter zu entkommen.
Stattdessen warteten wir: Auf das Ende des Regens zunächst oder auf etwas, von dem ich mich längst verabschiedet zu haben glaubte. Wie flinke Tiere, die sich durch die Energie des Aufpralls fortbewegen, schlugen die Tropfen auf den Tisch und bis zu uns zurück, auf Hände und Gesicht.
Es gab keinen Anlass für eine Strategie, so dass sich die Friktion in eine Gunst verwandelte. Einzig die Hoffnung auf ein schnelles Aufklaren wirkte wohl als Hemmnis, denn es regnete bis früh. Und ich verschob die Heimkehr, bis ich sie schließlich ganz vergaß.
Wir bewegten uns kaum, wir blieben, wie wir waren. Und selbst als der Regen aufhörte, hielt er immer noch mich.
Endlich aber schlug das Wetter um und ließ die Fronten wechseln, an einem von vielen Nachmittagen am Rande der Stadt. Längst war die Luft klebrig vom Dunst der sich verdichtenden Wolken, doch unternahmen wir nichts, um dem nahenden Gewitter zu entkommen.
Stattdessen warteten wir: Auf das Ende des Regens zunächst oder auf etwas, von dem ich mich längst verabschiedet zu haben glaubte. Wie flinke Tiere, die sich durch die Energie des Aufpralls fortbewegen, schlugen die Tropfen auf den Tisch und bis zu uns zurück, auf Hände und Gesicht.
Es gab keinen Anlass für eine Strategie, so dass sich die Friktion in eine Gunst verwandelte. Einzig die Hoffnung auf ein schnelles Aufklaren wirkte wohl als Hemmnis, denn es regnete bis früh. Und ich verschob die Heimkehr, bis ich sie schließlich ganz vergaß.
Wir bewegten uns kaum, wir blieben, wie wir waren. Und selbst als der Regen aufhörte, hielt er immer noch mich.
Montseigneur - 11. Jul, 12:04