Sonntag, 20. Januar 2008

Arbeit an Isolation

Als es klingelte, legte ich ihn auf das oberste Regal und öffnete die Tür. Draußen stand die Nachbarin, während ich sie vertröstete auf später, morgen, irgendwann, wartete er schweigend in den Sandalen, nur das Ohr ragte zwischen den Lederriemen hervor.

Zu verbergen versuchte auch ich mich, zunächst unter Kölner Dialekt und dann auch noch hinter Bachtin, mit einem Satz: Es wurde immer unerträglicher, je näher die Ereignisse dem Kopf kamen.
Es passte aber auch so gut und blieb es, solange zumindest die offensichtlichste Verleugnung aus Worten noch bestand, denn sie waren einfache und leicht zu organisierende Füllstoffe.

Am Himmel surrten die Hubschrauber, an das Fenster schlug der Regen, alles war bedingt von der Kraft der Konstellation, ich sagte: Du reflektierst ja nur, um Dich von Deinem Körper abzulenken. - Und Du denkst umso besser, je feiger du bist.
Dann legten wir auf.

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